Berlin Gemäldegalerie: Gipfeltreffen der Renaissancemaler

07.04.2019

Gipfeltreffen der Renaissancemaler:

Andrea Mantegna und Giovanni Bellini

Die künstlerische wie private Beziehung zwischen den beiden Malern der oberitalienischen Renaissance, Giovanni Bellini (tätig um 1459–1516) und Andrea Mantegna (1430/1–1506). Wichtige Leihgaben, darunter Gemälde, Zeichnungen und vor allem Skulpturen, die beide Künstler im Laufe ihrer Karriere maßgeblich beeinflussten, ermöglichen einen Vergleich zwischen den Œuvres dieser beiden bedeutenden – und miteinander verschwägerten – Maler. Kern der Ausstellung bilden zwei Gegenüberstellungen von Werken Mantegnas und Bellinis: zum einen die beiden Darstellungen des „Gebets Christi im Garten Gethsemane“, die seit dem späten 19. Jahrhundert in der National Gallery London nebeneinander hängen, zum anderen zwei Gemälde der „Darbringung im Tempel“ (Mantegnas Version aus der Gemäldegalerie Berlin, Bellinis aus der Fondazione Querini Stampalia in Venedig).
Beide Arbeiten entstanden nach der Hochzeit Mantegnas mit Bellinis Halbschwester Niccolosa. Zu jenem Zeitpunkt müssen sich die beiden Künstler bereits gut gekannt haben. Die Gemälde weisen kompositorische Ähnlichkeiten auf, lassen aber auch die beiden unterschiedlichen Zugänge erkennen. Im Jahr 1460 zog Mantegna nach Mantua, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1506 als Hofmaler für die Herrscherfamilie der Gonzaga innehatte. Bellini, der zehn Jahre später starb, verbrachte seine gesamte Laufbahn in der Republik Venedig. Das Werk der beiden Maler legt einen künstlerischen Austausch nahe, der trotz der räumlichen Entfernung Zeit ihres langen Lebens nicht abriss.

 

Fahrtpreis: 69,00 €, zzgl. Eintritt und Führung

Abfahrten: 7 Uhr Erlöserkirche Harleshausen, 7.10 Uhr Bundessozialgericht und 7:20 Uhr Haltestelle Kegelzentrum (Auestadion, stadtauswärts)

Ort: Gemäldegalerie Berlin

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